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Renaturierungen

Wir freuen uns als Schulen immer darüber, tatkräftig mit anzupacken, wenn es darum geht, die Gewässerstruktur zu verbessern. Unsere SchülerInnen wünschen sich sehr, nach erfolgreichen Messungen die Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen zu verbessern.

In den letzten Jahren haben wir uns beteiligt an Maßnahmen an der Krückau, an der Wedeler Au, an der Eekholter Au und am Appener Beek.

 

Im Wassercamp 2017 wird es, sofern die Genehmigungen ertwilt werden, jetzt eine große Aktion geben:

In der Osterau, die durch den Wildpark Eekholt fließt, sollen dann die Wassercamper zwischen dem Medizinalgarten und dem Blesswildgehege an 8 Stellen Lenkbuhnen aus Kies und Treibselsammler gestalten.

Wir würden uns sehr freuen, wenn es tatsächlich klappt!

 

„Hölzchen und Stöckchen“ als Treibselsammler

 

In die Strömung hinein werden Äste (ca. 3 cm Durchmesser, 1 -1,5 m lang) als Zaun in den Boden geschlagen. Die Zweige fangen Treibsel auf, das Wasser fließt dahinter langsamer, so dass sich dort Sand absetzen kann. Das Wasser strömt am Hindernis vorbei, es verwirbelt.

 

(Foto: Ludwig Tent)

L enkbuhnen aus Kies

 

Die Kiesschüttung dient einerseits zur Uferbefestigung, so dass kein Sand abgetragen wird, andererseits „spielt“ der Bach damit und verteilt die kleinen Steine. In den Kiesbetten laichen die Fische, Wasserinsekten haben Verstecke, die Fischlarven entwickeln sich geschützt in den Zwischenräumen der Steine.

Die Strömung verändert sich, es gibt mehr Verwirbelungen, wodurch sich einerseits die Gewässersohle ändert und mehr Verstecke für Lebewesen entstehen, andererseits mehr Sauerstoff vom Wasser aufgenommen wird.

(Foto: Ludwig Tent)

 

Quellen:

www.salmonidenfreund.de

 

MADSEN, B. L. & L. TENT (2000): Lebendige Bäche und Flüsse – Praxistipps zur Gewässerunterhaltung und Revitalisierung von Tieflandgewässern. BoD (Books on Demand), Norderstedt, 156 S., ISBN 3-89811-546-1. ]